Corona – aktuelle Regelungen und Tipps für die Jugendarbeit

Stand: 03.12.2020 (wird ständig ergänzt)

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Die Rahmenbedingungen für Jugendarbeit ändern sich derzeit wieder häufig.
Wir wollen hier einen Überblick geben und die Regelungen, die Jugendarbeit betreffen, nach bestem Wissen und Gewissen zusammenfassen.
Über allem steht: Lasst euch nicht entmutigen und verängstigen, sondern schaut auf unseren großen Gott und seine Möglichkeiten. Bleibt nah an ihm!

Neue Verordnung für Jugendarbeit (02.12.)

Mit Gültigkeit ab dem 02.12.2020 gibt es eine neue Verordnung für die Kinder- und Jugendarbeit.

Demnach sind Angebote der außerschulischen Jugendbildung (mit allgemeiner, politischer, sozialer, gesundheitlicher, kultureller, naturkundlicher und technischer Bildung), Angebote der arbeitswelt-, schul- und familienbezogenen Jugendarbeit und der Jugendberatung bis maximal 30 Personen erlaubt (inkl. Mitarbeiter). Darunter fallen bspw. Mitarbeiterschulungen.

Angebote, die dem “Sport, Spiel und Geselligkeit, der internationalen Jugendarbeit und der Kinder- und Jugenderholung” dienen, sind verboten. Darunter fallen bspw. Freizeiten, Spieleabende oder ein Kinoabend.

Die wohl wichtigste Änderung für die evangelische Jugendarbeit: Personen ab 7 Jahren müssen innerhalb geschlossener Räume grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen (auch während des Angebots).

Bestehende Regelungen

Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften sind bislang explizit ausgenommen von den Verboten. Gottesdienste, auch Jugendgottesdienste, bleiben damit weiterhin möglich unter den bestehenden Voraussetzungen (Hygienekonzept etc., vgl. §12 CoronaVO).

Es bleibt eine Frage der Interpretation, ob Jungscharen, Jugendkreise, etc. primär der Freizeitgestaltung dienen oder durch ihren seelsorgerlichen und geistlich-religiös bildenden Charakter (Verkündigung) eher als religiöse Veranstaltung oder außerschulische Bildung einzuordnen sind.

Grundsätzlich ist Jugendarbeit also weiter möglich. Welche Angebote wie einzuordnen sind und ob ein Treffen sinnvoll ist, sollten die Verantwortlichen im Einzelfall prüfen – auch in Sachen Außenwirkung.

Veranstaltungsgröße und Abstand

Nach den aktuellen Regelungen darf grundsätzlich Jugendarbeit bis 100 Teilnehmer durchgeführt werden, sofern die Teilnehmenden im Vorfeld feststehen (Veranstaltung). Bei einer regulären Jungschar z.B. ist das der Fall, wenn sie größtenteils wiederkehrende Teilnehmer hat. Dabei gibt es kein Abstandsgebot, aber die Pflicht zur Bildung von Kleingruppen mit maximal 30 Personen. Zwischen den Gruppen gilt eine Abstandempfehlung. Außerdem gilt ab dem 7. Lebensjahr innerhalb geschlossener Räume eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Jugendarbeit im Rahmen von CVJM/Kirchengemeinde ist nicht als private Veranstaltung einzuordnen, sondern hat stets einen öffentlichen Charakter

Für Gottesdienste und gottesdienstähnliche Veranstaltungen leitet sich die maximale Veranstaltungsgröße aus den räumlichen Kapazitäten ab. Es gibt keine gesetzliche Beschränkung (Ausnahme: ab einer 7-Tages-Inzidenz über 35 sind maximal 500 Personen zulässig).

Im öffentlichen Raum, also z.B. bei einem Stadtgeländespiel, gilt die Abstandsregel für das gesamte Angebot.

Weitere Einschränkungen durch lokale Behörden sind grundsätzlich möglich. Ausschlaggebend für Schwellenwerte ist jeweils der Wert, den das RKI hier veröffentlicht.

Offene Angebote, bei denen die Teilnehmer nicht feststehen (z.B. Jugendtreff) werden nach § 9 der allgemeinen Corona-Verordnung behandelt (Versammlung).

Mehrtägige Angebote müssen bei den zuständigen Behörden angemeldet werden, das Formblatt gibt es hier.

Gesang

Singen und lautes Sprechen sind grundsätzlich nicht verboten.
Es ist aber sicherlich sinnvoll, sich dabei an der CoronaVO für Musikschulen zu orientieren. Die besagt, dass alle 2 m Abstand zueinander haben müssen (Ausnahme: Verwandtschaft).

In landeskirchlichen Gottesdiensten ist der Gemeindegesang in geschlossenen Räumen jedoch untersagt, wenn die 7-Tage-Inzidenz 50 übersteigt (www.elk-wue.de/corona).

Hygienekonzept

Grundsätzlich braucht jede Veranstaltung ein Hygienekonzept, das die Umsetzung des § 4 CoronaVO darlegt. Das Hygienekonzept muss i.d.R. im Vorfeld niemandem vorgelegt, aber auf Verlangen gezeigt werden können.

Anregungen dazu gibt es bspw. auf der Seite der Akademie der Jugendarbeit oder ihr meldet euch einfach bei uns. Beispielhaft haben wir euch hier unser Hygienekonzept vom Schnupperkurs (Anfang Oktober) veröffentlicht:

Dokumentation

Eine Dokumentation von Teilnehmern und Mitarbeitern ist bei “Veranstaltungen von Kirchen sowie Religions- und Glaubensgemeinschaften” grundsätzlich nicht vorgesehen (vgl. § 12 CoronaVO). Ausnahme: ab einer 7-Tages-Inzidenz über 35 ist eine Datenerhebung auch bei Gottesdiensten und ähnlichen Veranstaltungen verpflichtend.

Eine Angabe von Daten kann ansonsten nur freiwillig geschehen.

Bei Schulungen, Freizeiten, Festen, etc. ist dies jedoch grundsätzlich notwendig, da diese keine religiösen Veranstaltungen darstellen und damit nicht unter § 12 CoronaVO fallen.

Weiterführende Links und Quellen

Alle Angaben beziehen sich auf Baden-Württemberg und sind ohne Gewähr. Zusätzliche Regelungen von der örtlichen Kommune oder dem Gebäudebesitzer können ggf. weiter einschränken.

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Spiele und Programmideen für Gruppenstunden (mit Abstand bzw. online)

  • Gather (virtueller Raum mit Mix aus Videochat, Spielen und Interaktionsmöglichkeiten; bis 25 Personen kostenlos):
    gather.town
  • Weitere Ideen:
    • Geräusche raten
    • Würfelspiele
    • Hausrallye (Gegenstände holen um die Wette)
    • Großer Preis
    • Die perfekte Minute
    • Powerpoint-Karaoke
    • Tut er’s oder tut er’s nicht?
    • Lexikonspiel/Dudenspiel (Definition erfinden für Fremdwort)
    • Dalli Klick (mit Kinderbildern)
    • Wer weiß denn sowas? (ähnlich Wer wird Millionär)
    • Schiffe versenken
    • Raumfahrtspiel im Team (spaceteam.ca)
    • Exit-Spiele/Escape Games
    • Gäste einladen, auch von weiter weg
    • Sportabend
    • Gemeinsam parallel kochen und essen
    • Bilder-Rallye im Ort
    • Montagsmaler (scribble.io)
    • Offenes Ende des Meetings mit Austausch und weiteren Spielmöglichkeiten
  • Jungschar to go
    Einige Orte haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam eine “Jungschar to go” anzubieten. Jede Woche liegt das Jungscharmaterial für zuhause in einer Box am Gemeindehaus bereit und kann abgeholt werden. Eine tolle Sache: die Arbeit wird auf viele Mitarbeiter aufgeteilt und die Freude unter den Kids ist groß.

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