Corona – aktuelle Regelungen und Tipps für die Jugendarbeit

Stand: 23.01.2021 (wird ständig ergänzt)

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Die Rahmenbedingungen für Jugendarbeit ändern sich derzeit häufiger.
Wir wollen hier einen Überblick geben und die Regelungen, die Jugendarbeit betreffen, nach bestem Wissen und Gewissen zusammenfassen.
Über allem steht: Lasst euch nicht entmutigen und verängstigen, sondern schaut auf unseren großen Gott und seine Möglichkeiten. Bleibt nah an ihm!

Achtung, Änderung zum 25.01.2021:
Gottesdienste müssen im Voraus angemeldet werden (Details siehe unten)

Aktuelle Regelungen (Corona-Verordnung vom 23.01.2021, gültig ab 25.01.)

Seit dem 23.01.2021 gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung. Darin bleiben Angebote der Jugendarbeit bis auf wenige Ausnahmen untersagt – leider auch solche nach § 11 SGB VIII (darunter fallen auch viele Angebote der ev. Jugendarbeit).

Der Besuch religiöser Veranstaltungen bleibt allerdings als eine der sehr wenigen Ausnahmen erlaubt, auch während der Ausgangsbeschränkung zwischen 20 und 5 Uhr (§1c Satz 1 Punkt 4 und §12 CoronaVO). Gottesdienste, auch Jugendgottesdienste, bleiben damit weiterhin möglich unter den bestehenden Voraussetzungen (Hygienekonzept etc., vgl. §12 CoronaVO).

Neu ist dabei allerdings, dass Veranstaltungen “mit mehr als 10 Teilnehmenden (…) bei der zuständigen Behörde spätestens zwei Werktage im Voraus anzuzeigen [sind], sofern mit dieser keine generellen Absprachen getroffen wurden” (§1g Absatz 3 Corona-VO).

Außerdem muss dabei von allen Erwachsenen (ab 15 Jahren) eine medizinische Maske (oder eine mit höherem Standard) getragen werden. Eine selbstgenähte Alltagsmaske bspw. ist nicht mehr zulässig. (§1i Corona-VO)

Es bleibt eine Frage der Interpretation, welche Veranstaltungen durch einen seelsorgerlichen und geistlich-religiös bildenden Charakter (z.B. Verkündigung) als religiöse Veranstaltung einzuordnen sind. Solche Angebote sind zwar erlaubt, allerdings sollten die Verantwortlichen im Einzelfall prüfen, inwiefern Treffen verantwortungsvoll durchführbar sind.

Veranstaltungsgröße und Abstand

Für Gottesdienste und gottesdienstähnliche Veranstaltungen leitet sich die maximale Veranstaltungsgröße aus den räumlichen Kapazitäten ab. Besuchern muss das Einhalten des Mindestabstandes ermöglicht werden. Es gibt aber keine gesetzliche Beschränkung (Ausnahme: ab einer 7-Tages-Inzidenz über 35 sind maximal 500 Personen zulässig). Während der gesamten Dauer haben Besucher eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Weitere Einschränkungen durch lokale Behörden sind grundsätzlich möglich. Ausschlaggebend für Schwellenwerte ist jeweils der Wert, den das RKI hier veröffentlicht.

Offene Angebote, bei denen die Teilnehmer nicht feststehen (z.B. Jugendtreff) werden nach § 9 der allgemeinen Corona-Verordnung behandelt (Versammlung) und sind derzeit nicht erlaubt.

Mehrtägige Angebote müssen bei den zuständigen Behörden angemeldet werden, das Formblatt gibt es hier.

Jugendarbeit im Rahmen von CVJM/Kirchengemeinde ist nicht als private Veranstaltung einzuordnen, sondern hat stets einen öffentlichen Charakter.

Gesang

Singen und lautes Sprechen sind nicht grundsätzlich verboten. Allerdings ist der Gemeindegesang in geschlossenen Räumen derzeit nicht erlaubt. (§1g Absatz 1 CoronaVO)

Sollte diese Regelung wieder aufgehoben werden, ist es auf jeden Fall sinnvoll, sich an der CoronaVO für Musikschulen zu orientieren. Die besagt aktuell, dass alle Personen 2 m Abstand zueinander haben müssen (Ausnahme: Verwandtschaft).

In landeskirchlichen Gottesdiensten ist der Gemeindegesang in geschlossenen Räumen untersagt, wenn die 7-Tage-Inzidenz 50 übersteigt (www.elk-wue.de/corona).

Hygienekonzept

Grundsätzlich braucht jede Veranstaltung ein Hygienekonzept, das die Umsetzung des § 4 CoronaVO darlegt. Das Hygienekonzept muss i.d.R. im Vorfeld niemandem vorgelegt, aber auf Verlangen gezeigt werden können.

Anregungen dazu gibt es bspw. auf der Seite der Akademie der Jugendarbeit oder ihr meldet euch einfach bei uns. Beispielhaft haben wir euch hier unser Hygienekonzept vom Schnupperkurs (Anfang Oktober) veröffentlicht:

Dokumentation

Eine Dokumentation von Teilnehmern und Mitarbeitern ist bei “Veranstaltungen von Kirchen sowie Religions- und Glaubensgemeinschaften” grundsätzlich nicht vorgesehen (vgl. § 12 CoronaVO). Ausnahme: ab einer 7-Tages-Inzidenz über 35 ist eine Datenerhebung auch bei Gottesdiensten und ähnlichen Veranstaltungen verpflichtend (§1g Absatz 2 CoronaVO).

Eine Angabe von Daten kann ansonsten nur freiwillig geschehen.

Bei Schulungen, Freizeiten, Festen, etc. ist dies jedoch grundsätzlich notwendig, da diese keine religiösen Veranstaltungen darstellen und damit nicht unter § 12 CoronaVO fallen.

Weiterführende Links und Quellen

Alle Angaben beziehen sich auf Baden-Württemberg und sind ohne Gewähr. Zusätzliche Regelungen von der örtlichen Kommune oder dem Gebäudebesitzer können ggf. weiter einschränken.

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Spiele und Programmideen für Gruppenstunden (mit Abstand bzw. online)

  • Gather (virtueller Raum mit Mix aus Videochat, Spielen und Interaktionsmöglichkeiten; bis 25 Personen kostenlos):
    gather.town
    ähnlich auch app.kosmi.io
  • Weitere Ideen:
    • Geräusche raten
    • Würfelspiele
    • Hausrallye (Gegenstände holen um die Wette)
    • Großer Preis
    • Die perfekte Minute
    • Powerpoint-Karaoke
    • Tut er’s oder tut er’s nicht?
    • Lexikonspiel/Dudenspiel (Definition erfinden für Fremdwort)
    • Dalli Klick (mit Kinderbildern)
    • Wer weiß denn sowas? (ähnlich Wer wird Millionär)
    • Schiffe versenken
    • Raumfahrtspiel im Team (spaceteam.ca)
    • Exit-Spiele/Escape Games
    • Gäste einladen, auch von weiter weg
    • Sportabend
    • Gemeinsam parallel kochen und essen
    • Bilder-Rallye im Ort
    • Montagsmaler (scribble.io)
    • Spyfall (www.spyfall.app)
    • Offenes Ende des Meetings mit Austausch und weiteren Spielmöglichkeiten
  • Jungschar to go
    Einige Orte haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam eine “Jungschar to go” anzubieten. Jede Woche liegt das Jungscharmaterial für zuhause in einer Box am Gemeindehaus bereit und kann abgeholt werden. Eine tolle Sache: die Arbeit wird auf viele Mitarbeiter aufgeteilt und die Freude unter den Kids ist groß.

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